Neues Jahr, neue Änderungen: Alles rund um das Jahr 2016

jahreswechsel 2015 auf 2016

Auch das neue Jahr hat wieder in Deutschland paar Änderungen im Gepäck, die wir euch gerne kurz und knackig mitteilen möchten. Das besondere Highlight mal wieder, die Deutsche Post erhöht das Porto. Aber auch hier und dort lässt sich für das aktuelle Jahr etwas Geld sparen, wenn man möchte.

Alle Jahre wieder mal ein Beitrag von uns für die kommende Änderungen im neuen Jahr. Wie immer, relativ kurz und knackig, sodass man sich auf den aktuellsten Stand halten kann. Sollte ich irgendeine Änderungen vergessen haben die ihr kennt, gerne mitteilen, damit ich es hier ergänzen kann.

Arbeitslosengeld II (Hartz IV):
Wie jedes Jahr wird auch hier wieder der Regelsatz für ALG 2-Empfänger angehoben. Der Satz wird um 1,24% angehoben, entspricht für eine Person ohne einer Bedarfsgemeinschaft von 399€ auf 404€ und Personen mit einer Bedarfsgemeinschaft von 360€ auf 364€.

Bevor man nun rummeckert wie „Da bekommen die faulen Arbeitslosen wieder mal mehr Geld“, sei gesagt, dass die Erhöhung immer nur jährlich stattfindet mit der Begründung, da die allgemeine Lebens-Versorgung (Preise) immer teurer wird.

Deutsche Post:
Das Porto wird mal wieder erhöht. Diesmal nicht nur für Standard-Briefe von 0,62€ auf 0,70€, sondern auch für Maxibriefe von 2,40€ auf 2,60€ und für Einschreiben im In- und Ausland von 2,15€ auf 2,50€. Porto für Postkarten, sowie Groß- und Kompaktbriefe im Inland bleibt gleich.

EU-Energielabel:
Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahren sind, müssen mit einem Energielabel gekennzeichnet werden. Das „Nationalen Effizienz für Altgeräte“ soll über die individuelle Effizienz des Heizkessels informiern.

Europäische Bankenunion:
Der Europäische Bankenabwicklungsfonds und der Einheitliche Europäische Abwicklungsmechanismus starten nun. Sie wurden als Konsequenz aus der im Jahr 2008 ausgebrochenen Finanzkrise gegründet und ist eine zentrale und gemeinsame Verantwortung für die Finanzaufsicht, sowie die Abwicklung von Kreditinstituten innerhalb der Europäischen Union.

Im Falle einer Bankenabwicklung haften zunächst die Eigentümer und Gläubiger, dann der Europäische Bankenabwicklungsfonds, der aus den Mitteln der Banken finanziert wird und erst dann darf aus Steuermitteln zurückgegriffen werden.

Frauenquote:
Mit mehr als 100 börsennotierte, voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen müssen nun die 30-Prozenz-Quote bei der Neubesetzung von Aufsichtsratpersonen für Frauen umsetzen. Wenn man dies nicht schafft, muss der Posten unbesetzt bleiben.

Freibetrag:
Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt um 180€ auf 8.652€. Erst ab dieser Summe muss ein Lediger Steuern zahlen. Bei Ehenpaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich logischerweise der Beitrag, der nun 17.304€ ist.

Der Kinderfreibetrag erhöht sich ebenfalls und das auf 4.608€, also 96€ pro Kind. Bedeutet also 48€ für jedes Elternteil.

Freistellungsauftrag:
Der Freistellungsauftrag bei Geldinstituten können nur noch mit der Steuer-Identifikationsnummer gestellt werden. Die gestellten Anträge während der Übergangszeit vor 2011 sind ab dieses Jahr nicht mehr gültig.

Gas:
Kein Geheimnis mehr, dass der Gaspreis im Allgemeinen „massiv“ preiswerter geworden ist, aber die Anbieter dies nicht an Kunden weitergereicht haben. Das wird sich wohl, nachdem die Medien stark darüber berichtet haben, ändern. Daher wäre ein eventueller Wechsel des Anbieters vorteilhaft. Keine spezielle Änderung im diesen Jahr, möchte ich aber trotzdem mal anmerken.

KFZ-Steuer:
Ab dieses Jahr erhalten reine Elektroautos nur noch fünf Jahre die KFZ-Steuer erlassen. Zuvor waren es zehn Jahre.

Kindergeld:
Das Kindergeld wird nun um 2€ erhöht. Für das erste und zweite Kind erhält man nun 190€, für das dritte Kind 196€ und für jedes weiteres Kind 221€ im Monat.

Ebenfalls muss man nun die Steuer-Identifikationsnummer als Elternteil und vom Kind der Kindergeldkasse mitteilen, um künftig Sozialleistungs-Betrug zu vermeiden. Die Leistung wird erstmal nicht eingestellt, wenn man die Steuer-ID noch nicht mitgeteilt hat, sollte es aber doch sehr zeitnah machen.

Krankenhaus:
Krankenhäuser erhalten bei besonders gute Leistungen von Operationen und positiven Patientenversorgungen nun Zuschläge. Krankenhäuser mit schlechten Leistungen erhalten nur Abschläge. Sollten diese sogar dauerhaft mit schlechten Leistungen auffallen, droht die Schließung der Abteilung oder sogar des ganzen Hauses.

Krankenkasse:
Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen erhöhen sich für Arbeitnehmer. Jede Krankenkasse entscheidet die Erhöhung aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation selbst. Der Zusatzbeitrag muss allein vom Arbeitnehmer getragen werden.

Durch die Erhöhung gibt es ein Sonderkündigungsrecht, womit man bis zum Monatsende bei der eigenen Krankenkasse kündigen und wechseln kann.

Pflegereform:
Patienten mit Demenz und mit nachlassenden geistigen Fähigkeiten sollen den gleichen Zugang zu Pflegeleistungen erhalten, wie körperlich behinderte Menschen. Die bisherige Pflegestufen werden dementsprechend von drei auf fünf erweitert, um eine individuellere Bewertung der Pflegebedürftigkeit zu treffen.

Die Umstellung für das neue Begutachtungsverfahren wird erst 2017 starten. Zeitgleich wird dann auch der Beitrag zur Pflegeversicherung von 2,35% auf 2,55% steigen (2,8% für Kinderlose).

Rauchmelder:
Bundesweit sollen Häusern nun mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Für Neubauten gilt diese Pflicht bereits schon, bis auf Brandenburg und Berlin. In all den anderen Bundesländern, bis auf Nordrhein-Westfalen, muss ein Rauchmelder bereits schon installiert sein. In NRW hat man bis Ende 2016 Zeit.

Kontrolliert wird der Einbau der Geräte in Privatwohnungen nicht.

Strom:
Viele Stormanbieter werden (wohl) die Preise erhöhen aufgrund der EEG-Umlage. Auch hier ist der Anbieterwechsel wohl nicht schlecht.

Wohngeld:
Haushalte mit geringeren Einkommen haben Anspruch auf mehr Wohngeld. Außerdem sollen künftig mehr Menschen Anspruch auf einen Mietzuschuss haben.


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