mobilcom-debitel: Einnahmen von Strafgebühren bekommt nun der Staat

mobilcom debitel

Das Unternehmen Mobilcom-Debitel hatte von Kunden Strafgebühren verlangt, wenn die Kunden ihren Tarif in drei Monaten nicht genutzt haben. Das eingenommene Geld soll nun der Staat erhalten.

Der Mobilfunkanbieter mobilcom-debitel hat jedesmal 4,95 Euro an Strafgebühren eingenommen welche fällig waren, wenn Vario 50/Vario 50 SMS T-Mobile-Kunden über drei Monate hintereinander ihr Mobilfunkvertrag nicht aktiv genutzt hatten.


Durch diese rund fünf Euro Strafgebühr hat das Unternehmen insgesamt 420.000 Euro eingenommen. Die eingenommenen Gebühren muss der Konzern nun allerdings an den Staat abgeben.

Grund dafür ist, dass die Verbraucherzentrale Bundesverband gerichtlich gegen das Unternehmen mobilcom-debitel vorging. Das Landesgericht Kiel hatte dann am 14. Juni 2017 ein Urteil gefällt.

Die betroffenen Kunden haben von diesem Urteil aber leider rein gar nichts, da die Kunden ihre Strafgebühren nicht zurückerhalten und das bisher eingenommene Geld an den Staat geht.


Allerdings fordert die Verbraucherzentrale auch, dass Verbraucher ihr Geld zurück bekommen, falls die Schäden sehr hoch sind. Dafür soll eine Musterfeststellungsklage eingeführt werden, um die Rückzahlung an die Kunden zu erleichtern. Der passende Gesetzesentwurf sollte dafür schon vorliegen, wurde aber noch nicht genehmigt.

Leider hat der Mobilfunkanbieter bereits Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. Außerdem sagte der Firmensprecher, dass diese Strafgebühr eingeführt worden ist, damit die Kunden nicht nur den Vertrag abschließen, um ein günstiges Handy zu erhalten und den Tarif dann nicht weiter zunutzen.

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Pascal Schuster

Veröffentlicht von

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